FACEBOOK News Feed Update 2018: Wie geht es jetzt weiter? – Mehr Erfolg #9

Facebook News Feed Update 2018: Wie geht es jetzt weiter?

Nun, zunächst möchte ich Ihnen direkt sagen, dass die folgenden Zeilen nur Vermutungen entsprechen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir nur interpretieren, aber keine klaren Aussagen treffen können.

Nichtsdestotrotz versuche ich Ihnen eine Einschätzung zu geben, die auf vergangenen Ereignissen, Erfahrungen und Szeneninformationen bezüglich der Änderungen Ihrer Facebook-Präsents durch das bevorstehende Facebook-Update.

Worum geht es im News Feed Update?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir uns nicht nur den populären Facebook Beitrag von Mark Zuckerberg anschauen sondern auch verschiedene veröffentlichte Statements von Facebook.

Zunächst schauen wir uns einen Artikel aus dem Newsroom von Facebook an. Dieser ist vom 18. Dezember 2017 und betrifft den Kampf gegen “Engagement Bait on Facebook”.

Was besagt dieser Beitrag jetzt genau? Nun, dieser Beitrag richtet sich vor allem gegen das gezielte Ködern von Interaktionen. “Kommentiere, Like und Teile diesen Beitrag” – man kennt es. Was von vielen Social Media Beratern als der “heilige Gral” angepriesen wird, sollte spätestens ab dem 18. Dezember kein Thema mehr sein. Der besagte Artikel verkündet, dass derartiges “Baiting” von Facebook nicht mehr toleriert wird und Reichweiten bei entsprechendem Umsetzen gekürzt und die Seiten abgewertet werden.

Was hat das mit dem News Feed Update zutun?

Wir sind noch nicht ganz fertig. Nicht alle “Baitings” werden wohl von Facebook abgestraft. So sollen “Posts that ask people for help, advice, or recommendations” von solch einer Abwertung verschont bleiben.

Was bedeutet das nun, im Zusammenhang mit dem Update, was ca. einen Monat später von Mark Zuckerberg angekündigt wurde?

Direkt in seinem ersten Satz lässt uns Herr Zuckerberg wissen: “One of our big focus areas for 2018 is making sure the time we all spend on Facebook is time well spent.” Was für viele völlig überraschend kommt, ist im Zusammenhang mit der ersten Update-Ankündigung vom 18. Dezember 2017, nicht wirklich verwunderlich.

Facebook verändert den Algorithmus, zum Wohle der User. Schaute man in den letzten Monaten in seinen Newsfeed wurde man zubombadiert von Katzenvideos, A-Z Namen-Spiele oder anderen völlig irrelevanten Beiträgen. Clickbaiting, Fake-Video-Bilder oder Live-Abstimmungen sorgten immer wieder dafür, dass der Newsfeed “zugemüllt” wurde. Hier musste Facebook einschreiten.

“Since there’s more public content than posts from your friends and family, the balance of what’s in News Feed has shifted away from the most important thing Facebook can do — help us connect with each other.”

Wie deutet man nun solch eine Aussage? Facebook möchte den News Feed wieder relevant für den User machen. Das bedeutet, Katzenvideos etc. die nichts mit dem jeweiligen Nutzer zutun haben, werden den Weg in den entsprechenden News Feed wohl nicht mehr so einfach schaffen.

Doch aufgepasst, so einfach ist es dann auch nicht. Nehmen wir mal an, ein User ist völliger Katzenfan. Hat selber Katzen und tauscht sich gerne mit anderen Usern über Katzen aus. Wird diese Person dann ebenfalls keine Katzenvideos mehr sehen?

Ich denke das ist der Punkt, wo man unterscheiden muss.

Der Algorithmus von Facebook ist derartig mächtig und gefüllt mit Daten, dass die Zu- und Einordnung von Personen in einen Interessenbereich mittlerweile sehr gezielt und genau passiert. Dies sollte spätestens bei der Betrachtung des Erfolges von von FacebookAds klar sein.

Ein User wird aus meiner Sicht somit in Zukunft die Inhalte sehen, bei denen er mit großer Wahrscheinlichkeit auch an einer Diskussion bzw. Austausch teilnimmt und für die er sich wirklich interessiert.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Die Zeit in der Videos “on mass” produziert werden konnten, um die Reichweite zumindest wieder ein wenig nach oben zu treiben, sind vorbei. Das neue Update befasst sich auch mit dem Punkt Videos. Algorithmen-Faktoren wie Wiedergabedauer oder Video-Aufrufe sind nicht mehr das A und O. Die Relevanz ist das Thema, nicht das Format.

Die Aussage von Adam Mosseri am 13. Januar 2018: “There will be less video. Video is an important part of the ecosystem. It’s been consistently growing. But it’s more passive in nature. There’s less conversation on videos, particularly public videos.” sollte dies noch einmal stark unterstreichen.

Wie reagiert man nun auf diese ganzen Aussagen? Erst einmal kann ich Sie beruhigen. Der Algorithmus wird vermutlich nicht komplett auf einmal geändert. Aus Erfahrung sind solche Updates zunächst mit einem etwas größeren Update verbunden, woraufhin mehrere kleinere Updates folgen. Sie sollten deshalb auf jeden Fall nicht gleich alles überstürzen und Ihren kompletten Social Media Bereich umkrempeln.

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Was sollten Sie jetzt machen?

Punkt 1. Mit dem Lesen dieses Handouts haben Sie bereits den ersten Schritt getan – sich formiert. Das sollten Sie auch weiterhin machen. Überstürzen Sie nichts, aber lassen Sie sich auch nicht avom Update überraschen. Ggf. suchen Sie sich einen Experten der Ihnen professionelle Hilfe leistet.

Punkt 2. Das Update wird nicht jede Facebook-Seite gleich treffen, das bedeutet, Verluste in der Reichweite, weniger Videoaufrufe, weniger Interaktionen können unterschiedlich ausfallen. D.h. Sie sollten spätestens jetzt genau Ihre Zielgruppe analysieren, Ihre bisherigen Beiträge unter die Lupe nehmen und die besten Beiträge herausfiltern.

Punkt 3. Ihre besten Beiträge sollten im besten Fall zu einem Austausch zwischen Personen geführt haben. Verfolgen Sie diese Konversationen und überlegen Sie sich ob Sie zu diesen Themen weiteren Content publizieren können. “Page posts that generate conversation between people will show higher in News Feed.” Bedenken Sie jedoch: kein Baiting – sondern relevante Beiträge.

Punkt 4. Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass normale Beiträge auf Ihrer Facebook-Seite der Mittelpunkt sind. Gründen Sie Gruppen zu Ihrem Thema (Beispiel: Zahnarzt – Gruppe zur Zahnpflege) und schaffen Sie somit eine weitere Präsents bei Facebook. “In Groups, people often interact around public content.”

Punkt 5. Nutzen Sie Live-Videos anstatt normale Videos. Schaffen Sie eine Vertrauensbasis zu Ihren “Fans”, bieten Sie Einblicke in Abläufe und erhöhen Sie somit nicht nur Ihre Interaktionsrate sondern auch Ihren Expertenstatus – “in fact, live videos on average get six times as many interactions as regular videos.”

Punkt 6. Schalten Sie Facebook-Werbung nur noch mit Konzept. “Because space in News Feed is limited, showing more posts from friends and family and updates that spark conversation means we’ll show less public content, including videos and other posts from publishers or businesses.” Spätestens nach dieser Aussage, sollte Ihnen klar sein, dass das Update auch Auswirkungen auf FacebookAds hat.

Weniger Platz im News Feed für Unternehmen – desto mehr Konkurrenz im Werbebereich. Achten Sie also darauf, dass Ihre Kamapagnen, Targetierungen, Werbeanzeigen nun mehr aller erste Sahne sind. Sie brauchen einen hohen Relevanzfaktor, was wiederum bedeutet dass Sie eine hohe CTR erreichen müssen, was im Grunde darauf beruht, dass Sie Ihre Zielgruppe extrem gut kennen.

Tipp: Nutzen Sie Ihre Zielgruppenanalyse aus Punkt 2 und kreieren Sie auf Basis dieser eine relevante Werbeanzeige, die nicht nur Ihre wirtschaftlichen Interessen abdeckt, sondern auch die Ihrer Community. Letztlich, sollten Sie sich immer in Ihre eigene Lage versetzen. Facebook will es Ihnen als Nutzer mit dem Update so angenehm wie möglich bei Facebook machen.

Überlegen Sie deshalb ob Ihre Beiträge bei Facebook wirklich den relevanten Mehrwert für Ihre Zielgruppe beinhalten, oder ob sie eventuell doch nur “Contentfüller” sind.

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1 Comment
  • Markus Müller

    Februar 27, 2018 at 9:49 pm Antworten

    Ich möchte das alte System zurück. Ich finde meine Freunde nicht mehr. Ich kenne nicht alle 2000 Namen auswendig.

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